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Avatar von Michael C. Kissig

Sehr gut aufbereiteter Beitrag zu einem ungeliebten Thema!

Erwähnenswert ganz am Ende wäre noch, dass es letztlich auch eine Schlussrechnung geben muss, in der beide Wege verglichen werden. Denn der fleißige Buy & Hold-Anleger muss ja irgendwann seine angehäuften Kursgewinne auch versteuern (beim Verkauf oder beim Vererben) und dann haut die Steuerbelastung voll rein. Und möglicherweise auch schlimmer als bei zwischenzeitlichen Teilverkäufen, denn es gibt ja eine Steuerprogression. Wenn man alles auf einmal verkauft, fällt ggf. der Höchststeuersatz an, während bei zwischenzeitlichen Teilverkäufen ggf. niedrigere Steuersätze zur Anwendung kommen.

Aber das nur als ergänzende und grundsätzliche Erwähnung; in die Berechnung kann man solche individuellen Sachen natürlich nicht.

Und aus meiner eigenen Sicht ist das Steuerthema eigentlich kein wirkliches mehr, denn seit 2014 befindet sich mein Aktiendepot im Eigentum meiner GmbH. Während Dividendeneinnahmen dort wie bei Privatpersonen versteuert werden, fallen bei realisierten Kursgewinnen lediglich 5% pauschale Körperschaftssteuer an - bis diese dann an den/die Gesellschafter ausgeschüttet werden. Dann muss diese Ausschüttung auf privater Ebene als Einkommen versteuert werden mit dem jeweils gültigen Einkommensteuersatz.

Deshalb war ich neulich auch echt überrascht, als ich einen Teil meines seit vielen Jahren besparten ETFs (ein alter VL-Vertrag) verkauft habe, um dieses Geld in einen Dividenden-ETF zu stecken. Denn da fielen auf die angehäuften Gewinne Kapitalertragsteuer und Soli an und das war dann doch eine Art Steuer-Zombicalypse - längst totgeglaubt, vergraben und vergessen, aber dann doch wieder präsent. =(

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